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Goodbye Karl Lagerfeld.

Autor: jkaiser Datum: 20. Februar 2019 ♥ (5) gefällt mir

Jeder kann von der schimmernden Welt der Mode halten was er will aber wenn eine Ikone, wie Karl Lagerfeld von uns geht, ist es nun einfach traurig.

Versteht mich nicht falsch - ich lebe fernab von dieser Welt und mir ist es vollkommen egal, was gerade auf den Pariser Laufstegen, an viel zu dünnen Models präsentiert wird, welches Supermodel gequält auf Covern dieser Welt lächelt und welches It-Girl eine Anna Wintour in der Frontrow neben sich sitzen lässt...

Aber Eines hat mich schon immer an der ganzen Modeszene fasziniert und das ist die Leidenschaft für diese einzigartige Kunstform.

Ob Designer oder Musen – kreative, verrückte und elegante Persönlichkeiten, wie „Coco Chanel", „Christian Dior", „Grace Kelly" und „Vivien Westwood", haben dieses Imperium zu dem gemacht was es heute ist.

Unerreichbar für Normalsterbliche. Und trotzdem so erfolgreich, hochwertig und einzigartig. Die von Karl Lagerfeld entworfenen Hochzeitskleider für „Chanel" sind sicherlich nicht dafür gemacht, um die Nacht durchzutanzen und sich in eine Fotobox zu quetschen, aber trotzdem lieben wir sie. Wir lieben es, die in der Vogue abgebildeten Kleider bei einem Cappuccino in der Sonne zu bewundern und uns dabei kurz mal nach Paris versetzt zu fühlen. Wir lieben es, unser Lieblingsjeans mit einem Ringelshirt und roten Ballerinas zu kombinieren und vor dem Spiegel einen Moment an „Coco Chanel" zu denken (die diesen Look erfunden hat). Wir lieben es, uns die Fashion Week anzuschauen, wehmütig die Kekse bei Seite zu packen aber trotzdem ein wenig glamourös zu fühlen und wir lieben es, Vintage Designer Teile auf dem Flohmarkt zu entdecken und sie mit unseren Lieblingsteilen zu mixen.

Sollten die Schnitte, Materialien und Formen der Brautkleider aus der Designerwelt zwar noch so abgedreht sein - sie helfen uns trotzdem herauszufinden, wie unser Traumkleid aussehen soll. Und dafür sage ich Danke! Diese elegante Modewelt weist mich – spätestens nach „der Teufel trägt Prada" – zwar auch ganz klar in meine Schranken, wenn es um mein Modebudget, meine Konfektionsgröße oder mein Arbeitspensum geht. Trotzdem ziehe ich meinen Hut vor Dir, lieber Karl! Und ich liebe Dich du böse, kalte aber tolle und einzigartige Modewelt.

Ich werde nun meine schwarzen Lederhandschuhe anziehen und mein Glas französischen Rosé auf Dich erheben!

Du hast gewusst für was du kämpfst, hast deine Leidenschaft immer an erster Stelle gestellt und uns gezeigt, was durch viel harte Arbeit und Herzblut zu erreichen ist. Goodbye Maestro.

PS. Nur hier kann ich dir nicht zustimmen Karl, denn wer Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben bestimmt nicht verloren ;-)

 
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2 Kommentar(e) zu diesem Beitrag - schreib auch einen!
  1. Jacqueline schrieb am 20. Februar 2019

    Liebe Jasmin, ich finde es auch super toll in meiner Jogginghose zu Hause auf dem Sofa zu lümmeln. Doch da bin ich ganz bei Karl Lagerfeld. Auch wenn ich nur kurz das Haus verlasse um zum Bäcker zu gehen. So viel Zeit muss sein, in eine Jeans zu schlüpfen. Am besten noch ein wenig Lippenstift auf das sonst ungeschminkte Gesicht. Aber nie und wirkich nie würde ich in Jogginghose auf die Straße gehen. In diesem Sinne RIP Karl. Und danke Jasmin für Deine wunderbaren Worte.
  2. Jasmin schrieb am 20. Februar 2019

    Liebe Jacqueline, vielen Dank für deinen Beitrag, da hast du vollkommen Recht! Es geht ja auch darum wie man sich fühlt und das strahlt man ja bekanntlich auch aus. In der Jogginghose wird es natürlich schwierig die gewollte Kompetenz oder Eleganz auszustrahlen. Ich war nur der Annahme er meinte das in jeder Lebenlage :-) und auf die Joggi auf dem Sofa möchte ich wirklich ungern verzichten :-)
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